Die "Anerkennungsfalle"

oder Beziehungsregulation durch Leistung

Anerkennung und Zustimmung tut jedem gut. Stimmt das?     

   Ja, kommt darauf an für was......

 

Als Kleinkind ist Aufmerksamkeit und Behütung überlebensnotwendig, sonst würden wir wahrscheinlich nicht lange leben. (Link zu traurigem Little Albert Experiment aus den USA).

Wir wollen also, dass wir von unserem Umfeld anerkannt und geliebt werden, um uns sicher und geborgen zu fühlen. 

So bilden wir unsere Ich-Stärke und werden widerstandsfähig für die Hürden, die uns das Leben als Erwachsener, so in den Weg stellt. Wir bleiben bei uns und sind unserer eigener Fels in der Brandung.

So weit die optimale Wunschvorstellung!!

 

Die Realität sieht meistens anders aus.....

 

Wenn wir allerdings nicht nach unserem Wesen gemäß erzogen werden, sondern ausschließlich nach den beliebigen Vorgaben unserer Eltern, (was bei denen schon nicht super gut funktioniert hat) sollte man doch eher von Dressur sprechen. Da wir Anerkennung aber trotzdem brauchen um uns geborgen und sicher zu fühlen unterwerfen wir uns dem Wertesystem unserer Eltern bzw. Umfeld. (ohne die Entscheidung bewusst getroffen zu haben). Wir machen in diesem Alter alles und um jeden Preis, um Annerkennung und Liebe zu bekommen. Unsere "Ich"Stärke kann unter diesen Voraussetzungen jedoch nicht gut genug ausgebildet werden. Viele eigene Bedürfnisse und Gefühle müssen zu Gunsten der Vorgaben anderer verdrängt werden. Das eigene "Ich"  verkümmert mit der Zeit und wir legen uns aus Angst und Schuldgefühlen  eine Fassade zu und zeigen uns nicht wie wir wirklich sind. (wir vergessen es auch nach und nach)

Erwartungen anderer (angefangen bei Eltern, Freunde, Partner bis hin zur Arbeit) zu erfüllen wird unsere Hauptaufgabe, um genau diese (Pseudo) Anerkennung zu bekommen, die uns schon als Kind auf die falsche Fährte gebracht hat.

Es sieht so aus als ob wir alles haben ....bis sich Symptome einstellen. (mit Unzufriedenheit geht es los, bis hin zu massiven Störungen)

Die Fassade bröckelt. Die Selbstlügen kommen zum Vorschein. Lügen die wir als Kind als Selbst-Schutz gebraucht haben und irgendwann selber glaubten.

Das ist nicht angenehm, aber für die eigene Entwicklung unabdingbar. Wir fangen an unser Selbst zu erkennen.

 

Fazit: Anerkennung und Zustimmung ist der entscheidende Dünger für unsere "Ich"Stärke. Allerdings nur, wenn wir für unsere wirklichen Interessen und Stärken gemocht werden. Wenn wir nur Zustimmung für uns bekommen als braves und folgsames Wesen, das aber unserem Naturell so überhaupt nicht entspricht, fangen wir an unser wirkliches "Ich" zu unterdrücken und uns ein "Erwartungs-Ich" aufzubauen. Unzufriedenheit, Burnout, Depression, Zwänge, Ängste, psychosomatische Krankheiten sind die Folge.

 

Entdecken Sie Ihr wahres "Ich" und lassen Sie es wachsen. Ängste und Schuldgefühle werden kleiner und wir leben wirklich.